Entwurf für "Römisches Frauenbad"
Gustav Klimt
1890
- Kompositionsentwurf, Skizze und Einzelstudie für die Allegorie der „Skulptur‟
ehemalige:r Besitzer:in1918 Nachlass Gustav Klimt (Wien 1918)ehemalige:r Besitzer:invermutlich: 1918-1950 Johanna Zimpel (Wien 1873 - 1950 Wien)ehemalige:r Besitzer:in(vermutlich 1950) Rudolf Zimpel (Wien 1898 - 1984 Mödling)ehemalige:r Besitzer:in Christian M. Nebehay (Leipzig 1909 - 2003 Wien)Auktion22.6.2023 Auktionshaus im Kinsky [50000](Wien)Besitzer:inab 22.6.2023 Leopold Museum-Privatstiftung
Auktionskatalog
Die Anregungen vom opulenten Historismus des in England lebenden Niederländers Lawrence Alma-Tadema oder von Frederic Leighton – der Großauftrag der Dekorationen im Stiegenhaus des Kunsthistorischen Museums stand kurz bevor – sind evident. Doch ebenso unverkennbar zeigen sich die für Klimt charakteristischen Merkmale. Im gezeichneten Entwurf spielt er die sinnlichen Umrisslinien der Hauptgestalt und die streng gegliederten Marmorblöcke raffiniert gegeneinander aus. Zwischen der späthellenistischen, hockenden Bronzefigur der Venus und der hellen Haut der frontal Stehenden vollzieht sich ein spannungsvoller Dialog; die abgewinkelten Arme beider Gestalten folgen einem eigenen Rhythmus. Für Klimt charakteristisch ist vor allem der zentrale Ausdruck des melancholischen In-sich-Gehens der Hauptgestalt, der bereits auf seinen Symbolismus der 1890er Jahre vorausweist. Auch in diesem Entwurf zeigt sich die Vielschichtigkeit seiner zeichnerischen Fähigkeiten.
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