Dame im Morgengewande
Gustav Klimt
1896
Object numberGKZ280
Strobl-Nr.Strobl 280
Künstler:in
Gustav Klimt
(Wien 1862 - 1918 Wien)
Date1896
Dimensions28,4 × 38,2 cm
MediumSchwarze Kreide, weiß gehöht, auf dunkelbraunem Papier
Signedr.u. "GVSTAV | KLIMT | 96."
Markingsr.u. Sammlerstempel "GE"
Besitzer:in
Kunstpalast
Inv. Nr. Kunstpalast DüsseldorfK 1924-381
Exhibitionsehemalige:r Besitzer:in Gustav Engelbrecht (Stralsund 1848 - 1923 München)Auktion28.-29.10.1924 Amsler und Ruthardt (Berlin, Deutschland)Besitzer:inab 1924 Kunstpalast
Katalogtext
Düsseldorf, Stiftung Museum Kunstpalast, 2011: Kurz vor der Jahrhundertwende beginnt Gustay Klimt sich vom Historismus abzuwenden. In jenen Jahren schuf er insbesondere Frauenporträts. Die Kohlezeichnung "Junge Dame im Sessel" entstand 1896, ein Jahr vor Gründung der Wiener Secession. Die Zeichnung erschien 1899 unter dem Titel "Dame im Morgengewande" in der bedeutenden österreichischen Jugendstilzeitschrift "Ver Sacrum", dem Organ der Wiener Secession. Klimt hat den Kopf der Frau sorgfältig ausgeführt, während der Körper mit skizzenhaften, weich geschwungenen Linien nur angedeutet ist. Das Lächeln der Dame und ihr Blick aus dem Bild heraus, spricht den Betrachter direkt an. Klimt betont in diesem Werk die sinnliche Wiedergabe, die sich vom statuenhaften Zeichenstil einiger vorausgegangener Blätter abgrenzt. Seine Zeichnungen, flüchtige Notizen und kleine Studien, die oft in Gemälde mündeten, üben bis heute eine große Faszination aus. - Cora Faßbender
Gunda Luyken: Hier offenbart sich das zeichnerische Talent des österreichischen Künstlers Gustav Klimt: Den Kopf der Porträtierten führte er mit großer Sorgfalt aus, während der Körper in fließenden, geschwungenen Linien schemenhaft bleibt. Dem Blick der Dame, der uns direkt trifft, haftet etwas Sinnliches, aber auch Abwesendes an. Um die Jahrhundertwende zeichnete Klimt zahlreiche Frauenporträts, die ihm oft als Vorlagen für Gemälde dienten. Diese Zeichnung ist 1899 unter dem Titel „Dame im Morgengewande“ in der österreichischen Jugendstilzeitschrift „Ver Sacrum“ veröffentlicht worden.
Last edited03.12.2025
Informationen zu diesem Werk können sich aufgrund laufender Forschungsarbeiten ändern.
Information about this work may change as the result of ongoing research.
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