Studie zu Bildnis Hermine Gallia: Stehend nach links
Gustav Klimt
1903/04
Auktion1.12.1972 Karl & Faber Kunstauktionen (gegründet 1923 in München)ehemalige:r Besitzer:in Besitzer:in unbekannt ehemalige:r Besitzer:in Suppan Fine Arts (gegründet 1974 in Wien)Besitzer:in Privatsammlung , SchweizAuktion17.6.2022 Galerie Kornfeld Auktionen AG [nicht verkauft](Bern)
Auktionskatalog
Zustand
Auf beigem, festem Japan, minim gebräunt. Mit mehreren Knicken in den unteren Ecken. Vereinzelte Fleckchen. Rückseitig mit Spuren einer alten Montierung
Erläuterungen
Für das sich heute in der National Gallery in London befindliche und 1904 datierte Gemälde «Bildnis Hermine Gallia» entstanden wohl in den Jahren 1902/1903 Studien in drei verschiedenen Reihen. Bei der ersten Studienreihe stellte Gustav Klimt das Modell sitzend dar, bei der zweiten Serie trägt die Dame eine Stola, in der dritten eine aufwendige Schleppe – so, wie es dann schliesslich im Gemälde auch umgesetzt wurde
Vom Kaiser mit dem Ehrentitel "Regierungsrat" ausgezeichnet, arbeitete Moritz Gallia erfolgreich als Kaufmann und machte mit seinen Beteiligungen ein stattliches Vermögen. Das Ehepaar Gallia stand zahlreichen Kulturschaffenden in Wien nahe, etwa Josef Hoffmann oder Carl Moll, oder eben auch Gustav Klimt, der Hermine Gallia eindrücklich porträtierte. Er begann das Bild 1903 und vollendete es Anfang 1904. Die hier angebotene Zeichnung aus der dritten Studienreihe zeigt sein eindrückliches Können, die charakteristischen Züge einer Person einzufangen. Die Zeichnung mit den angedeuteten Spitzenärmeln und der fallenden Stola lässt den sich schliesslich im Gemälde entfaltenden Detailreichtum erahnen. Eine der schönsten Vorarbeiten für das Porträt Hermine Gallia
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