Foto: © Ketterer Kunst GmbH & Co, München
Zwei Studien eines sitzenden Halbaktes nach links
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Zwei Studien eines sitzenden Halbaktes nach links

Gustav Klimt

1881




Object numberGKZ3197
Strobl-Nr.Strobl 3197
Künstler:in (Wien 1862 - 1918 Wien)
Date1881
Dimensions31,6 × 44 cm
MediumSchwarze Kreide und Bleistift, weiß gehöht, auf Papier
Inscribedr.u. Nachlassbestätigung Hermine Klimt
Published References
  • Alice Strobl, Gustav Klimt. Die Zeichnungen Nachtrag 1878–1918, Bd. IV, Salzburg 1989, WV-Nr. 3197, S. 18 (Abb. S. 19)
  • Provenance
  • 1918 Nachlass Gustav Klimt, Wien
  • 1918 Hermine Klimt, Wien
  • 11.7.1983 Phillips London, Los 20
  • Galerie Welz, Salzburg
  • Privatsammlung, Mainz
  • 8.6.2013 Ketterer Kunst München, Los 14 (Abb. S. 27)
  • Privatsammlung, Hessen (erworben bei Ketterer Kunst München)

  • ehemalige:r Besitzer:in Nachlass Gustav Klimt (Wien 1918)ehemalige:r Besitzer:in Hermine Klimt (Wien 1865 - 1938 Wien)Auktion London, Phillips (gegründet 1796 in London)ehemalige:r Besitzer:in(Salzburg)ehemalige:r Besitzer:in, MainzAuktion Ketterer Kunst GmbH & Co. KG [12000](München)Besitzer:in
    Werkverzeichnis
    Alice Strobl, 1989:
    Möglicherweise dasselbe Modell wie in Kat. Nr. I/45, Draperiebehandlung ähnlich in Kat. Nr. 3214.
    Auktionskatalog
    Ketterer Kunst GmbH & Co. KG, 2013:
    In seinen Anfangs- und Studienjahren hat Gustav Klimt viel nach Modellen gezeichnet. Er folgte damit dem akademischen Lehrbetrieb, der in der Erlangung des handwerklichen Rüstzeugs die Grundlage jeglicher Kunstausübung auf dem Gebiet der bildenden Künste sah. Klimts Meisterschaft in der Erfassung des Stofflichen, das als besondere Leistung galt, kommt bereits in dieser Studie zum Ausdruck. Der zusätzliche Einsatz von schwarzer Kreide zu der Bleistiftzeichnung erlaubt ihm, die weiche Faltung des fallenden Stoffes besonders zu modellieren. Mittels einer leichten Weißhöhung wird ein zusätzlicher Effekt in der Stofflichkeit der Draperie erzeugt. Die Figur der Sitzenden, die Klimt hier nur mit einer dünnen Bleistiftlinie umreißt, nimmt die Zartlinigkeit der späteren Frauenakte Klimts vorweg. Gleichsam als Erinnerung wird die Büste des Frauenaktes nochmals daneben skizziert. Dieses Studienblatt ist ein Beleg für die frühe künstlerische Reife des jungen Klimt, aber auch für eine hohe Kunst des Zeichnens, die das zeichnerische Gesamtwerk des Künstlers nachhaltig prägt. [KD].

    Last edited18.11.2024

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    ExpandView PDFPermalinkhttps://digitalepublikationen.albertina.at/en/objects/19-595684/zwei-studien-eines-sitzenden-halbaktes-nach-links