Foto: © Ketterer Kunst GmbH & Co, München
Sitzender weiblicher Akt mit Händen im Schoß
Foto: © Ketterer Kunst GmbH & Co, München

Sitzender weiblicher Akt mit Händen im Schoß

Gustav Klimt

1901




Object numberGKZ3809
Strobl-Nr.Strobl 3458a
Künstler:in (Wien 1862 - 1918 Wien)
Date1901
Dimensions45,3 × 30,7 cm
MediumRoter Farbstift auf Papier
Inscribedr.o. "Kopf zu klein", r.u. "R"
Markingsl.u. Nachlaßstempel
Curatorial RemarksBeethovenfriesPublished References
  • Alice Strobl, Gustav Klimt. Die Zeichnungen Nachtrag 1878–1918, Bd. IV, Salzburg 1989, WV-Nr. 3458a, S. 114 (Abb. S. 115)
  • Provenance
  • 1918 Nachlass Gustav Klimt, Wien
  • Carl Reininghaus, Wien
  • 21.-23.6.1989 Auktionshaus Galerie Kornfeld, Bern, Los 547 (zusammen mit GKZ3810)
  • Privatsammlung
  • 19.10.2012 Ketterer Kunst München, Los 233 (Abb. S. 28)
  • Besitzer:in unbekannt

  • ehemalige:r Besitzer:in Nachlass Gustav Klimt (Wien 1918)ehemalige:r Besitzer:in(Graz 1857 - 1929 Wien)Auktion Galerie Kornfeld Auktionen AG (Bern)ehemalige:r Besitzer:inAuktion Ketterer Kunst GmbH & Co. KG [12000](München)Besitzer:in
    Werkverzeichnis
    Alice Strobl, 1989:
    Studie für die "Unmäßigkeit" des Beethovenfrieses
    Auktionskatalog
    Ketterer Kunst GmbH & Co. KG, 2012:
    Für das Secessionsgebäude von Josef Maria Olbrich fertigt Klimt 1902 den faszinierenden "Beethovenfries" an, der noch heute im Untergeschoss des Baus zu besichtigen ist. Es "[..] gibt eine bildliche Interpretation der 9. Symphonie von Beethoven wieder, die neuesten Forschungen zufolge einer Ausdeutung dieser Komposition durch Richard Wagner folgt, die er 1846 in einer Publikation festgelegt hat. Erst der Vergleich dieser Erläuterungen mit den ausgeführten Darstellungen läßt die schöpferische Potenz Gustav Klimts entsprechend hervortreten." (Strobl, Bd. I, S. 221). Die Studie der beleibten Frau wurde im Gemälde in der Figur der "Unmäßigkeit" umgesetzt, die neben der "Wollust" und der "Unkeuschheit" in einem Bildfeld auftaucht. Während sich Brust- und Bauchpartie eindeutig mit der Vorlage in Verbindung bringen lassen, sind Arme und Hände wie auch die Kopfpartie im ausgeführten Fries anders aufgefasst und mit opulentem Schmuck versehen, sodass sich wunderbar der künstlerische Formfindungsprozess und der schöpferische Akt nachvollziehen lassen. [KP]

    Last edited27.04.2026

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    ExpandView PDFPermalinkhttps://digitalepublikationen.albertina.at/en/objects/19-597547/sitzender-weiblicher-akt-mit-handen-im-scho