Entwurf für die Huldigungsadresse an Carl von Hasenauer
Gustav Klimt
1889
Object numberGKZ3895
Strobl-Nr.Strobl 228
Künstler:in
Gustav Klimt
(Wien 1862 - 1918 Wien)
Date1889
Dimensions39,7 × 29,3 cm (15 5/8 × 11 9/16 in.)
MediumBleistift und schwarze Kreide auf Papier
Inscribedverso l.u. "5", "8)", "St. 228" [Strobl 228]
Besitzer:in
Besitzer:in unbekannt
Curatorial RemarksDie Abbildung im Werkverzeichnis Strobl 228 zeigt zwei Blätter, die nebeneinander gelegt sind und daher irrtümlich für Vorder- und Rückseite gehalten wurden. Das linke Blatt wird unter GKZ228 weitergeführt, das rechte Blatt unter GKZ3895.Exhibitionsehemalige:r Besitzer:in Galerie Christian M. Nebehay (Wien)ehemalige:r Besitzer:in Privatbesitz , NiederösterreichAuktion22.6.2023 Auktionshaus im Kinsky [nicht verkauft](Wien)Auktion13.3.2024 Auktionshaus im Kinsky [14000](Wien)Besitzer:in Besitzer:in unbekannt
Auktionskatalog
Auktionshaus im Kinsky, 2023: Diese Arbeit hängt motivisch eng mit einer weiteren, auf Transparentpapier ausgeführten Zeichnung zusammen, die ein anderes Format aufweist. Das Hauptmotiv bildet in beiden Fällen eine Studie für die von der griechischen Antike inspirierte Zierleiste, die Klimt für die Karl von Hasenauer – dem Architekten des Wiener Burgtheaters – gewidmeten Huldigungsadresse gestaltet hat. Beide Entwurfszeichnungen werden von verschiedenen Stellungsstudien für die weibliche Hauptfigur begleitet. Auf einem älteren Foto sind diese zwei Blätter so zusammengefügt, dass sie den unrichtigen Eindruck einer ungeteilten Papierfläche vermitteln. Daher nahm Alice Strobl ursprünglich an, dass es sich um die Vorder- und Rückseite ein- und desselben Objekts handeln würde, das in ihrem Werkverzeichnis als einzelne Katalognummer aufscheint (Strobl I, 1980, Nr. 228).
In ihrer detaillierten Gestaltung kommt die vorliegende Zeichnung dem in Aquarell und Goldfarbe ausgeführten Widmungsblatt am nächsten. Von größter linearer Verfeinerung sind die subtil charakterisierten Figuren, in enger Verbundenheit mit der zarten Ornamentik. Die nackte kranztragende Hauptfigur steht im klassischen Kontrapost auf einer Säule und fügt sich ihrem strengen Rahmen, ohne steif und leblos zu wirken. Mit natürlicher Anmut interagiert sie mit den gleichfalls sehr lebendig dargestellten Putti. Diese Qualitäten führen bereits in die Zukunft von Klimts einmaliger Linienkunst.
(Marian Bisanz-Prakken)Galerie Christian M. Nebehay, 2007: Studien für die als Aquarell ausgeführte Zierleiste der Huldigungsadresse, die Karl von Hasenauer, dem Erbauer des Burgtheaters, von seinen Mitarbeitern im Jänner 1889 überreicht wurde (Strobl, Nr. 224).
Last edited04.10.2025
Informationen zu diesem Werk können sich aufgrund laufender Forschungsarbeiten ändern.
Information about this work may change as the result of ongoing research.
Informationen zu diesem Werk können sich aufgrund laufender Forschungsarbeiten ändern.
Information about this work may change as the result of ongoing research.