Foto: Karl & Faber Kunstauktionen Gmbh
Stehende junge Frau, ein Kopftuch umlegend
Foto: Karl & Faber Kunstauktionen Gmbh

Stehende junge Frau, ein Kopftuch umlegend

Gustav Klimt

1888-1889




Object numberGKZ215
Strobl-Nr.Strobl 215
Künstler:in (Wien 1862 - 1918 Wien)
Date1888-1889
Dimensions45,2 × 31,6 cm (17 13/16 × 12 7/16 in.)
MediumSchwarze Kreide, weiß gehöht, auf Papier
Inscribedverso "2124" und "39500"
Markingsr.u. Nachlassstempel
Besitzer:in (New York)
Zählnummer Gustav Klimt Nachlaß2124
Exhibitions
  • 1995 Rouen, Musée des Beaux-Arts de Rouen (20.05.1995 - 14.08.1995)
  • 2007 New York, Neue Galerie New York (18.10.2007 - 30.06.2008)
  • 2010 Balingen, Stadthalle Balingen (10.07.2010 - 26.09.2010)
  • 2016 New York, Neue Galerie New York (22.09.2016 - 16.01.2017)
  • Published References
  • Alice Strobl, Gustav Klimt. Die Zeichnungen 1878-1903, Bd. I, Salzburg 1980, WV-Nr. 215, S. 76 (Abb. S. 77)
  • Tobias G. Natter (Hg.), Klimt and the Women of Vienna´s Golden Age 1900-1918 (Ausst. Kat. Neue Galerie, New York 2016/17), München 2016, S. 147, Kat. 1 (Abb.), S. 181
  • Renée Price (Hg.), Gustav Klimt. The Ronald S. Lauder and Serge Sabarsky Collections (Ausst. Kat. Neue Galerie New York, New York 2007/08), München u.a. 2007, Kat. D14, S. 398 (Abb. S. 287)
  • Provenance
  • 1918 Nachlass Gustav Klimt, Wien
  • Klipstein und Kornfeld, Bern
  • bis 1994 Grace Borgenicht Gallery, New York
  • 1994 Sammlung/Nachlass Serge Sabarsky, New York
  • 1996 Sammlung/Stiftung Vally Sabarsky, New York
  • 8.12.2023 Karl & Faber, München, Los 515 (Abb. S. 89) [nicht verkauft]

  • ehemalige:r Besitzer:in Nachlass Gustav Klimt (Wien 1918)ehemalige:r Besitzer:in(Bern, gegründet 1956)ehemalige:r Besitzer:in Grace Borgenicht Gallery ehemalige:r Besitzer:in Serge Sabarsky (Wien 1912 - 1996 New York)Besitzer:in Vally Sabarsky Trust (New York)Auktion Karl & Faber Kunstauktionen [nicht verkauft](gegründet 1923 in München)
    Auktionskatalog
    Karl & Faber Kunstauktionen, 2023-12-08:

    • Frühe Arbeit Gustav Klimts
    • Skizze für ein monumentales Aquarell zum alten Burgtheater Wiens, welches 1888 abgerissen wurde
    • Modell war vermutlich eine Schwester oder Freundin Klimts

    Bevor das alte Burgtheater in Wien 1888 zu Gunsten eines Neubaus abgerissen werden sollte, entscheidet sich die Stadtverwaltung 1886, den Zuschauerraum des alten und bei den Wienern beliebten Theaters von Franz Matsch und Gustav Klimt abbilden zu lassen.

    Die Werke sollen dabei nicht nur das Interieur wiedergeben, sondern auch und im Besonderen die Zuschauer. So entstehen durch Matsch und Klimt nicht nur Architekturbilder. Ebenso bilden sie zahlreiche wiedererkennbare Personen ab und inventarisieren so geradezu die Wiener Kulturlandschaft ihrer Zeit.
    Inspiration für den Auftrag und womöglich auch für Klimt ist dabei eine ähnliche Arbeit des Franzosen Edouard Dantan, der 1886 im Salon in Paris den Zuschauerraum der Comédie Française darstellt und dabei die Größen der Kunstszene Frankreichs abbildet.

    In Gustav Klimts Version des Zuschauerraumes des alten Burgtheaters sind von der Bühne aus das Parkett, die Ränge und linkerhand die Loge der kaiserlichen Familie zu sehen. Die im Publikum identifizierbaren Figuren sind dabei nicht bloß Künstler, sondern auch andere Personen des öffentlichen Lebens. So sehen wir den Erzherzog nebst Gattin, diverse städtische wie nationale Politiker und wichtige k.u.k. Beamte, Schriftsteller, Sängerinnen, Maler und Mäzeninnen. Aufgefüllt wird die Szenerie durch Staffagefiguren.

    Klimt studiert für sein Werk die Details des Innenraumes genau. Dank einer Dauerkarte für das Theater gelingen ihm dutzende Skizzen der Innenarchitektur und der Zuschauermenge. Zudem fertigt er zahlreiche Skizzen einzelner Figuren an. Für die weibliche namenlose Personage greift Klimt dabei als Modelle auf Frauen seiner Umgebung zurück. Auch die hier angebotene „stehende junge Frau, ein Kopftuch umlegend“ fällt darunter, sie dürfte eine der Schwestern oder Freundinnen Klimts sein. Im fertigen Bild zu finden ist sie im dritten Rang, in der siebten Loge von links.

    Katalogtext
    Alice Strobl, 1980:
    Die Studie wurde für eine Dame in der 7. Loge von links im 3. Rang verwendet.

    Last edited03.12.2025

    Informationen zu diesem Werk können sich aufgrund laufender Forschungsarbeiten ändern.

    Information about this work may change as the result of ongoing research.
    ExpandView PDFPermalinkhttps://digitalepublikationen.albertina.at/objects/19-578819/stehende-junge-frau-ein-kopftuch-umlegend