Foto: Leopold Museum, Wien | Vienna
Entwurf für "Römisches Frauenbad"
Foto: Leopold Museum, Wien | Vienna

Entwurf für "Römisches Frauenbad"

Gustav Klimt

1890




Object numberGKZ233
Strobl-Nr.Strobl 233
Strobl Titel
  • Kompositionsentwurf, Skizze und Einzelstudie für die Allegorie der „Skulptur‟
Künstler:in (Wien 1862 - 1918 Wien)
Date1890
Dimensions42,8 × 30 cm
MediumBleistift und schwarze Kreide auf Packpapier
Inscribedl.u. "Ko 4562"
Markingsverso Stempel "Nachlass Gustav Klimt Sammlung R. Zimpel"
Inv. Nr. Leopold Museum, Wien7332
Exhibitions
  • 1963 Wien, Galerie Christian M. Nebehay (30.03.1963 - 04.05.1963)
  • 1970 Darmstadt, Mathildenhöhe (15.08.1970 - 11.11.1970)
  • 1981 Brüssel, Palais des Beaux-Arts (03.04.1981 - 17.05.1981)
  • 2007 Wien, Galerie Christian M. Nebehay (05.2007 - 06.2007)
  • 2009 Wien, Albertina (Galerie Christian M. Nebehay) (23.09.2009 - 27.09.2009)
  • 2012 Wien, Kunsthistorisches Museum (14.02.2012 - 06.05.2012)
  • Published References
  • Christian M. Nebehay, Gustav Klimt. Eine Nachlese. 70 bedeutende Zeichnungen, Katalog VI, Wien 1963, Nr. 10 (Abb., dort: Mädchen, in Halle stehend)
  • 3. Internationale der Zeichnung (Ausst. Kat. Mathildenhöhe, Darmstadt 1970), Darmstadt 1970, Nr. 10 (dort: Entwurf für die Allegorie der "Skulptur")
  • Alice Strobl, Gustav Klimt. Die Zeichnungen 1878-1903, Bd. I, Salzburg 1980, WV-Nr. 233, S. 80 (Abb. S. 81)
  • Klimt – Schiele – Kokoschka, Werke auf Papier (Ausst. Kat. Palais des Beaux-Arts, Brüssel 1981), Salzburg 1981, Nr. 4 (Abb. S. 36) (dort: Kompositionsentwurf, Skizze und Einzelstudie für die Allegorie der "Skulptur")
  • Alice Strobl, Gustav Klimt. Die Zeichnungen Nachtrag 1878-1918, Bd. IV, Salzburg 1989, WV-Nr. 233, S. 234
  • Christian M. Nebehay, Gustav Klimt. 22 Zeichnungen, Briefe und Dokumente, Katalog 123, Wien 2007, Nr. 9 (Abb.: Kompositionsentwurf, Skizze und Einzelstudie für die Allegorie der "Skulptur")
  • Christian M. Nebehay, Die Zeichnung, Heft VII. Salomon Kleiner - Johann Elias Ridinger - Joseph Rebell - Gustav Klimt, Art Albertina. Drawings. International Art Fair, Katalog 124, Wien 2009, Nr. 5
  • Otmar Rychlik, Zeichnungen und Gouachen 1888/1889, S. 17-22, in: Sabine Haag (Hg.), Gustav Klimt im Kunsthistorischen Museum (Ausst. Kat. Kunsthistorisches Museum, Wien 2012), Wien 2012, S. 22, 70, Kat. 9 (Abb. S. 21) (dort: "Sculptur", Entwurf für die Huldigungsadresse an Erzherzog Rainer)
  • Provenance
  • 1918 Nachlass Gustav Klimt
  • vermutlich 1918-1950 Johanna Zimpel, Wien
  • (vermutlich 1950) Rudolf Zimpel, Wien
  • Christian M. Nebehay, Wien [Quelle: Auktionshaus im Kinsky, Wien]
  • Privatbesitz, Niederösterreich (erworben von Christian M. Nebehay, Wien) Quelle: Auktionshaus im Kinsky, Wien]
  • 22.6.2023 Auktionshaus im Kinsky, Wien, Los 4012 (Abb. S. 31)
  • 22.6.2023 Leopold Museum, Wien | Vienna (erworben im Auktionshaus im Kinsky, Wien) [Quelle: Leopold Museum, Wien]

  • ehemalige:r Besitzer:in Nachlass Gustav Klimt (Wien 1918)ehemalige:r Besitzer:in1918-1950 Johanna Zimpel (Wien 1873 - 1950 Wien)ehemalige:r Besitzer:in Rudolf Zimpel (Wien 1898 - 1984 Mödling)ehemalige:r Besitzer:in(Leipzig 1909 - 2003 Wien)Auktion Auktionshaus im Kinsky [50000](Wien)Besitzer:in Leopold Museum-Privatstiftung
    Auktionskatalog
    Marian Bisanz-Prakken, 2023:
    Aufgrund mancher Ähnlichkeiten publizierte Alice Strobl die hier präsentierte Zeichnung als nicht ausgeführten Kompositionsentwurf für die 1889 datierte Allegorie der „Skulptur“ (Strobl I, 1980, Nr. 233), Klimts künstlerischer Beitrag zum Erzherzog Rainer – dem Protektor der Wiener Kunstgewerbeschule – gewidmeten Prachtband. Doch 1994 erschien auf dem Londoner Kunstmarkt ein bis dahin unbekanntes Werk, das den unmittelbaren Zusammenhang mit der hier besprochenen Zeichnung – inklusive der Aktstudie Strobl Nr. 232 – klar erkennen ließ. Es betraf die detaillierte, 1890 datierte und signierte Arbeit, die Klimt in der für ihn seltenen Kombination von Aquarell und Deckfarben ausgeführt hat. Die Entstehungsgeschichte dieser delikaten, von der Antike inspirierten Darstellung ist unbekannt, doch jüngeren Recherchen zufolge wurde das hochformatige Blatt mit dem Titel „Römisches Frauenbad“ 1890 in Wien ausgestellt (s. Markus Fellinger im zitierten Ausstellungskatalog „Klimt inspired by van Gogh, Rodin, Matisse..“, S. 101, 226).

    Die Anregungen vom opulenten Historismus des in England lebenden Niederländers Lawrence Alma-Tadema oder von Frederic Leighton – der Großauftrag der Dekorationen im Stiegenhaus des Kunsthistorischen Museums stand kurz bevor – sind evident. Doch ebenso unverkennbar zeigen sich die für Klimt charakteristischen Merkmale. Im gezeichneten Entwurf spielt er die sinnlichen Umrisslinien der Hauptgestalt und die streng gegliederten Marmorblöcke raffiniert gegeneinander aus. Zwischen der späthellenistischen, hockenden Bronzefigur der Venus und der hellen Haut der frontal Stehenden vollzieht sich ein spannungsvoller Dialog; die abgewinkelten Arme beider Gestalten folgen einem eigenen Rhythmus. Für Klimt charakteristisch ist vor allem der zentrale Ausdruck des melancholischen In-sich-Gehens der Hauptgestalt, der bereits auf seinen Symbolismus der 1890er Jahre vorausweist. Auch in diesem Entwurf zeigt sich die Vielschichtigkeit seiner zeichnerischen Fähigkeiten.

    Katalogtext
    Galerie Christian M. Nebehay, 2007:
    Nicht ausgeührter Kompositionsentwurf für die Allegorie der "Skulptur" in der Huldigungsadresse für Erzherzog Rainer (Strobl, Nr. 235); in diesem Entwurf kommen noch als später geänderte Zitate die Venus des Doidalses, ein Säulensarkophag und eine Kore vor.
    Alice Strobl, 1980:
    Dieser Entwurf sah die Darstellung der Venus des Doidalses, eines Säulensarkophages und einer Kore im Hintergrund vor.
    Online Ressourcen
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    Last edited30.04.2026

    Informationen zu diesem Werk können sich aufgrund laufender Forschungsarbeiten ändern.

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    ExpandView PDFPermalinkhttps://digitalepublikationen.albertina.at/objects/19-578837/entwurf-fur-romisches-frauenbad